Französisches Bildungssystem

Welche Unterschiede bestehen eigentlich hinsichtlich des Bildungssystems in Frankreich und Deutschland? Wir geben einen Überblick und die wichtigsten Infos.

Aufbau des französischen Schulsystems

Das französische Bildungssystem liegt zu über 90 Prozent in der Hand der öffentlichen Verwaltung und folgt dem Prinzip der Ganztagseinrichtungen. Zwar gibt es in Frankreich eine flächendeckende Bildungspflicht, das bedeutet aber nicht automatisch, dass bildungspflichtige Kinder und Jugendliche dazu gezwungen sind, die Schule zu besuchen. Eine Alternative bietet der Hausunterricht, der etwa von 20.000 französischen Kindern auf unterschiedliche Art in Anspruch genommen wird.

École Maternelle

1. Die école maternelle

Kinder, die zwischen zwei und sechs Jahre alt sind, besuchen zunächst die École maternelle. Darunter versteht man eine Art Vorschule, die einen ganztägigen und kostenlosen Unterricht anbietet. Hier werden die Vorschüler spielerisch an das Lernen herangeführt und lernen vor allem soziales Verhalten. Grundsätzlich unterliegt der Besuch nicht der Bildungspflicht und ist daher freiwillig.

2. Die école élémentaire

Ab einem Alter von sechs Jahren besuchen Schulanfänger die Grundschule – genannt École élémentaire. Sie dauert in Frankreich fünf Jahre und von Beginn an wird hier bereits eine Fremdsprache unterrichtet. Der Lehrplan sieht folgenden Aufbau vor:

  • Die ersten drei Jahre (cours préparatoire sowie cours élémentaire 1 und 2), bilden zusammen mit dem letzten Jahr der Vorschule die Phase, in der alle Grundfertigkeiten erlernt werden.
  • Anschließend wird das Wissen in den beiden darauf folgenden Jahren (cours moyen 1 und 2) weiter vertieft.